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Premiere „Der kleine Prinz“ – ein gelungenes generationenübergreifendes, inklusives Theaterprojekt

Jeweils über 80 Zuschauer hatten sich sowohl zur Premiere als auch zur zweiten Aufführung auf den Weg gemacht, um sich mit den 22 SchauspielerInnen im Alter von 7-69 Jahren auf die Reise des kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry zu machen. Die dabei erlebten Begegnungen machten doch sehr nachdenklich. Z.B. konnte die reiche Geschäftsfrau, welche immer reicher und reicher werden wollte, auf die Frage, was sie mit dem Reichtum macht nur antworten „Ich schreibe die Zahl auf ein Papier und sperre es in die Schublade“. Mit dieser ernüchternden Antwort reiste der kleine Prinz weiter und nahm seine Zuschauer mit zu den Laternenanzündern. Dort erkannte er schnell, dass deren Arbeit tatsächlich einen Sinn hat. Und doch mussten der kleine Prinz und die Zuschauer miterleben, wie selbst der Laternenanzünder durch die rasante Zunahme der Geschwindigkeit seiner Lebensumwelt in der Erschöpfung des „keine Zeit, keine Zeit“ geriet. Auch dies hinterließ Nachdenklichkeit im Zuschauerraum. Erst die Begegnung und die daraus entstehende Freundschaft mit den Füchsen brachte die Erlösung. Der kleine Prinz erlebte nun gemeinsam mit dem gebannten Publikum, dass erst das Einsetzen der Zeit für und mit anderen einen wahrhaftigen Wert erzeugt: Mitmenschlichkeit und Freundschaft.

In der von den beiden Theaterpädagoginnen Anja Beatrice Kaul und Claudia Gottuk Brede abschließend durchgeführten Reflexionsrunde der Theatertage, fasste ein Schauspieler sein bestes Erlebnis der Projektwoche so zusammen: „Das gute Zusammenwachsen mit unseren 5 Mitspielern mit besonderen Bedürfnissen, war für mich das wichtigste Erlebnis.“  Das hatten die Zuschauer gespürt und konnten dadurch hautnah erleben: „Man sieht nur mit dem Herzen gut.“ Entsprechend begeistert war der Applaus bei beiden Vorstellungen.

Ein herzliches Dankeschön an IKEA Walldorf für die Unterstützung unserer Theatertage.