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Erster Probetag des generationenübergreifenden und inklusiven Theaterstücks „Der kleine Prinz“

Wie kann es gelingen, dass eine wild durcheinander gewürfelte Gruppe von 21 SchauspielerInnen im Alter von 7-65 Jahren, mit und ohne Handicap einen Plan davon bekommt, was sie auf der Bühne tun wollen? Anja Beatrice Kaul und Claudia Gottuk-Brede greifen in ihre Erfahrungsschatzkiste und ziehen Übungen hierfür heraus: Ein Teil der Gruppe bekommt den Auftrag, auf der Bühne zielstrebig zu einem Ziel zu laufen. Der andere Teil der Gruppe beobachtet das Geschehen auf der Bühne. 

Danach berichtet die aktiven Teilnehmer was sie erlebt haben: „Wenn man weiß, wohin man geht, ist es leichter“, „es ist besser sich ein klares Ziel zu setzen, als einfach loszulaufen und nicht zu wissen wohin es geht“. Hoppla, das sind ja wichtige Lebenserfahrungen, welche die SchauspielerInnen da in einer kleinen Übung soeben erlebt haben. 

Und was berichten die Zuschauer zu dem eben Gesehenen? „Wenn einer nicht weiß, wohin er geht ist das langweilig, ich schaue weg“, „es ist spannend zuzuschauen, wenn einer zielstrebig läuft, ich möchte wissen wo er hingeht, was möchte er dort.“ Die Umwelt bekommt also mit, ob ich einen Plan habe oder nicht.  

Und was bedeuten diese Erlebnisse jetzt für die Bühne? Ganz einfach, ich brauche einen klaren Plan, wer ich auf der Bühne bin und was ich da möchte. Gehe ich jetzt als die überarbeitete Geschäftsfrau auf die Bühne oder als Pilot, der sein Flugzeug steuert? Und was habe ich als Geschäftsfrau oder Pilot auf der Bühne gleich vor? Wenn ich weiß wer ich bin und wohin ich möchte, werde ich das schon mit dem ersten Schritt auf die Bühne mit meiner Körperhaltung ausdrücken. Und Körpersprache versteht mein Umfeld eindeutig, auch wenn ich noch kein Wort gesagt habe.

Nach dieser eindrucksvollen Übung wird die Notlandung geprobt. Beeindruckend, wie dieser wild zusammengewürfelte Haufen auf einmal einen mitreißenden Plan hat: „Jetzt erlebe ich die Notlandung“. 

Unser herzliches Danke gilt all den fleißigen Händen aus dem Mehrgenerationenhaus, die  mit unterschiedlichsten Talenten zum Gelingen beitragen.

Auch IKEA Walldorf gilt unser Dank für die wertvolle Unterstützung.